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Achtung: Satire Bild: © Gustav WöhrmannPIMP. Die Satireseite bei den Berliner Nachrichten


BVG
Vandalistischen BVG-Bus aus dem Verkehr gezogen (Annette Blum) Berlin, Wannsee, März '10: Die Polizei bemerkt bei einem BVG-Bus Ölverlust und stoppt am S-Bahnhof Wannsee das Fahrzeug. Eine detailierte Überprüfung deckt neben starkem Ölaustritt im Motorraum einen ausgeschlagenen Stoßdämpfer, eine undichte Auspuffanlage, lose Kühlwasserrohre, Schäden an der Lenkhilfe und diverse Beleuchtungsmängel auf. Der 142er bekommt Ärger, das ist gewiss. Sein Schicksal: Werkstatt mit allen Konsequenzen! Mutter BVG muss diese tragen, Eltern haften für ihre Kinder. Falsch erzogen? Sollte Mama BVG sich nicht mal das Beispiel der Ahnen ins Gedächtnis rufen und die klassische und ausgesprochen defensive gewaltfreie, umweltfreundlichere, geräuschärmere Variante reanimieren und ihrer Brut endlich ein Fundament für intelligente Entwicklung bieten?
Rentenglück - jetzt kapier' ich das: (Annette Blum)  Also ich bin im geburtenstarken Jahr 1959 geboren und kann von mehrfachem Glück sprechen, denn die Existenz der Pille
Rentenglück Bild: © Annette Blum
hatte sich noch nicht in unserem Ort herumgesprochen und es war Karneval. Darauf folgte eine wahre Glückssträhne, weil Formaldehyd, Asbest, PCB, DDT und und und versuchten, mich und meinesgleichen zu dezimieren, der Vietnamkrieg wurde vorbereitet – ich will es gar nicht alles aufzählen, ganz furchtbare Dinge, denen wir widerstanden! Jetzt sitze ich hier und habe nach der errechneten gestiegenen Lebenserwartung, sofern das mit dem Glück so weiter geht, noch vierzig Jahre vor mir, zusammen mit den anderen Leuten in meinem Alter. Keine Ahnung, wieviele es gerade genau betrifft (Statistiker auf den Plan!). Ich habe dann Ende der 80er mal meine Kinder durchgezählt, die Kinder von anderen Leuten hinzuaddiert und kam auf einen Querschnitt von zwölf Omas auf einen Rentenversicherungszahler bereits im Jahre 2035. Kein Wunder, dass Rentenversicherungsanstalten herumzukauzen anfingen. Doch prompt begann die nächste Glückssträhne. Ich ahnte damals, es war irgendwas mit 2005, -6 oder -7, alles Mögliche, nur nicht, dass es eine sein könnte Ick jeh jemütlich shoppen un will mir ma nneuet Shirt zuleen, traber so im H&M rum und denk: isn dette, wat soll ickn mim weiten Schlabbershirt, hellblau mit rosa Blümkes und Rüschen unterm Busen, bin ick hier inne Schwangerschaftsecke jelandet? Was mich wirklich bestürzte: es gab definitiv kein figurbetontes T-Shirt für mich. Bin ich heim, habe meine ollen Teile repariert und prophezeite H&M eine schwere Pleite mit dem Setting dieses Trends. Damit lag ich falsch! Ein paar Tage später sehe ich sämtliche unserer berlinisch langbeinigen Schönheiten mit eben diesen Hemdchen den Qdamm hinauf und hinabstaksen, mit vor Stolz schwellender Plautze. Jetzt könnte es ja doch so gerade noch hinhauen mit den Renten! Ob sich da nicht die Ursula, die v.d.Leyen, zusammen mit H&M diesen schlauen Plan ausgedacht hatte? Danke euch, Ursula, Hennes, Mauritz, schnieff, ihr habt euch euren Reibach diesmal ehrlich verdient! (p.s.: alleine geblümte Hemdchen sind es natürlich nicht, die die Plautzen glücklich machen, ist schon klar...!)
Alles Latte – oder was?© Sigrid Maa? Nachhaltigkeit und Kreativität der besonderen Art. Draußen pfeift eisiger Wind und Schneeverwehungen türmen sich schon vor der Haustür auf… ich aber sitze gemütlich in meinem warmen Latte. Bild: © Sigrid  Maa?Wohnzimmer bei einem heißen Glas Latte Macchiato. Sie trinken auch gerne einen leckeren Latte Macchiato oder eine Tasse schmackhaften Espresso? Am besten ganz professionell gebrüht mit dem passenden praktischen und auch noch formschönen und dekorativen Gerät… . Kaffee aufbrühen war gestern… heute genieße ich den Komfort meines neuen Gerätes in formschönem Design und unterstütze dabei Nachhaltigkeit und Kreativität der besonderen Art, den Erhalt von Arbeitsplätzen und eine besonders kreative Firmenphilosophie mit hohem Wertschöpfungspotenzial. Wie das, fragen Sie sich? Beispiel Nachhaltigkeit: eine wünschenswerte Eigenschaft – oder nicht? Habe ich gestern noch nur ein Paket Kaffee gekauft– nur eine Verpackung für 500g Kaffeepulver für fünf Euro, für viele Tassen Kaffee - so kaufe ich heute 16 Einzelportionspäckchen (jeweils 8 Milchmix- und 8 Espressoportionspäckchen) für ganze 8 Gläser Latte Macchiato für ebenfalls fünf Euro. Was das mit Nachhaltigkeit zu tun hat fragen Sie sich? Ist doch klar: 1 Außenverpackung aus Aluminiumfolie, darin sicher verpackt… 1 Kartonverpackung, in der… 8 Plastikeinzelportionspäckchen Espresso enthalten sind sowie… 2 weitere Kartonverpackungen, in denen je… 4 Plastikeinzelportionspäckchen Milchmix enthalten sind. Das sind insgesamt 20 (ZWANZIG!) Verpackungen für 8 (acht!) Gläser Latte Macchiato. Das ist Nachhaltigkeit! …hier wird echt nachhaltig viel, viel Müll produziert. Was sind schon 8 Gläser/Tassen Latte Macchiato für einen Genießer? Trinken Sie nur ein Glas Latte Macchiato pro Tag? Oder nur einen Espresso? Und was hat das nun mit der Erhaltung von Arbeitsplätzen zu tun? Die Verpackungen werden doch maschinell hergestellt. Ja… aber der Müll, der wird immer noch von Müllmännern in Müllautos abgeholt… und je mehr Müll wir produzieren – desto nachhaltiger unterstützen wir den Erhalt dieser Arbeitsplätze. Und was hat das mit der kreativen Firmenphilosophie und der Wertschöpfung zu tun? Die Firma hat eine in mehrfacher Hinsicht besondere Kreativität bewiesen: Das formschöne Gerät nimmt nicht jeden banalen Kaffeepad von irgendeiner Firma XY an, das kann schließlich jeder. Es muss schon etwas Besonderes sein, nur von einigen wenigen ausgewählten Partnerfirmen, mit einem kunstvollen Strichcode jeweils auf den Plastikeinzelportionspäckchen, den das Gerät gekonnt ausliest – sonst geht nichts: kein Latte Macchiato und auch kein kleiner, aber feiner Espresso. Es war eben schon immer etwas teurer, wenn man(n) etwas Besonderes wollte. Damit sind wir auch schon beim Thema Wertschöpfung: Rund fünf Euro für 8 Tassen Latte Machiato oder 16 Tassen Espresso, das macht doch nicht die Bohne – gegenüber fünf Euro für 500g Kaffee für viele Tassen Kaffee, den Sie in einem Zug brühen. Kompatibilität war gestern. Heute wird für jedes Getränk eine eigene Maschine, mit speziellen Getränkemittelportionsdosen und möglichst eigens dafür geeigneten Trinkgefäßen entworfen, produziert und an die Frau und den Mann gebracht. Und was ist nun mit meiner Wertschöpfung? Wer hat denn von Ihrer Wertschöpfung gesprochen? Sie schöpfen und genießen den Wert des Besonderen: - besonders viel Müll - besonders umweltschädlich - besonders viel Zusatzkosten - besonders teuer - besonders abgezockt Und die Umwelt??? Ja Sie sind gut, die ist doch wohl latte – oder was?


Wildschwein. Bild: © Annette Blum
Waidmannslust (Annette Blum) - Damit Schulkinder auf dem Weg zur Schule oder wohin Schulkinder sonst gerne gehen möchten, nicht von Wildschweinen überrrannt oder angerempelt werden, soll die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung angehalten sein, Ampeln in besonderer Form umzurüsten, damit Wildschweine, wie jeder andere Verkehrsteilnehmer auch, an Ampeln haltmachen. Da man nicht davon ausgehen kann, dass Wildschweine auf wechselnde Farben menschlich reagieren, so wird vorausgesetzt, dass sie sich entsprechend durch Kratzvorrichtungen an Ampelmasten ablenken lassen werden, was die Schulkinder gleichzeitig zu erhöhter Aufmerksamkeit im Straßenverkehr ambitionieren dürfte. Sie sollten sich dort lediglich nicht von Wildschweinen ablenken lassen.
ökologischer FußabdruckMein ökologischer Fußabdruck. (von Annette Blum) Das ist die Fläche der Erde, die notwendig ist, um meinen Lebensstil und -standard (unter Fortführung heutiger Produktionsbedingungen) dauerhaft zu ermöglichen. Es schließt Flächen ein, die zur Produktion meiner  Kleidung und Nahrung und zur Bereitstellung von Energie, aber unter anderem auch zum Abbau des von mir erzeugten Mülls oder zum Binden des durch meine Aktivitäten freigesetzten Kohlendioxids benötigt werden. Dafür habe ich den CO2-Rechner in Gang gesetzt), der zu folgendem Ergebnis über meine Emissionen gekommen ist:

Heizkosten: 2,76 t, sonstiger Stromverbrauch: 0,56 t, Autofahrten: 0,00 t, Flüge: 0,00 t, sonstige öffentliche Verkehrsmittel: 0,01 t, Ernährung: 1,26 t, sonstiger Konsum, 2,22 t, Summe: 6,81 t

Dafür, dass ich so wenig, genauer gesagt, kein Auto fahren, esse ich viel und habe es ordentlich warm. Mitten in der Stadt lebt es sich ernergiesparender für mich. Wenn ich das richtig verstanden habe, liege ich statistisch etwas über der Hälfte zwischen einer Afrikanerin mit 1,7 Tonnen und einer Deutschen mit rund 10 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr, sowie bei gut einem Drittel, auf der Skala Afrikanerin (1,7 Tonnen) bis Nordamerikanerin (19 Tonnen). Sollte ich mich hier zum Nachteil der Emissionen verrechnet haben, bin ich bereit, zur Strafe wieder an der roten Ampel, Lietzenburgerstraße / Bayreutherstraße, zu stehen und die Zahlen der dort frierenden Wartenden mit den einzeln in Limousinen sitzend Rasenden zu vergleichen. Zur 75. Internationalen Grünen Woche in Berlin gab es 1600 Aussteller aus 56 Ländern. Agrarministerin Ilse Aigner (CSU) sagte am 15. Januar 2010 beim Eröffnungsrundgang: „Hier kommt wirklich das Beste zusammen." – Was meinte sie, Sellerie? Kartoffeln?  Zum  CO2-Rechner: weiter


Daten in den Schredder - Artikel 10 Abs. 1 des Grundgesetzes hat uns einen großen Gefallen getan,  Datenschredder Bild: (c) Annette BlumHA(Annette Blum)   „Der Gesetzgeber ist nicht in der Lage, die Verantwortung für die Begrenzung und Verwendungszweck e der Speicherung unserer Daten zu tragen...“ Vielleicht würde er sonst zusammenbrechen weil es einfach zu viele sind? Endlich ist dieses Mistgefühl gerichtlich umgetauft: Es heißt jetzt nicht mehr „Paranoia“, sondern "ein diffus bedrohliches Gefühl des Beobachtetseins, das eine unbefangene Wahrnehmung der Grundrechte in vielen Bereichen beeinträchtigen kann“ und wir können wieder mehr darauf aufpassen, wann wir wirklich verrückt werden. Vorerst gibt es jedenfalls einen Grund zum Abfeiern: Yeeeah! Supi! Einfach mal voll guuut, JA! Aber: Die Abfrage von IP-Adressen seitens der Behörden geht immer noch ohne Richtervorbehalt. Und: Wenn Leib, Leben, der Bestand des Bundes oder eines Bundeslandes bedroht sind dürfen Nachrichtendienste zugreifen. Und: Wer sich aus der Masse als Indiviuum etabliert, und in eine „im Einzelfall besonders gewichtige“ vom Gesetzgeber „ausdrücklich zu benennende“ Ordnungswidrigkeit verwickelt, der hat - äh... nicht aufgepasst? Fazit: Keine Panik!

 



Kurzmitteilung: (Annette Blum) Flüchtlingen menschlichere „Gastgeber“ sein? Was 2008 los war ... Es flohen - auf dem Landweg 23,4 Mio, auf dem Luftweg 27,7 Mio und auf dem Seeweg 5,8 Mio Menschen nach Europa. Die EU - gründete zur Koordination eine Grenzschutzagentur namens Frontex (*2005) und stellte einen Pool bereit mit 220 Mitarbeitern, 91 Schiffen, 20 Hubschraubern und 18 Flugzeugen. Tatsächlich praktizierte Solidarität - 12 Schiffe, 5 Hubschrauber und 8 Flugzeuge kamen zum Einsatz.... die Genfer Menschrechts-Konvention, und was jetzt geplant ist - Innenkomissarin Cecilia Malmström plant: Richtlinien für Mitgliedstaaten, eigenen Ausrüstungspool für Frontex, Beachtung der Genfer Menschenrechts-Konventionen bei Abschiebungen, wenn die Flüchtlinge keine Kriminellen oder Illegale sind (Gespräche mit Türkei und Lybien stehen noch aus, werden aber gegebenfalls statttfinden, sobald sich Gaddafi und die Schweiz aufhören diplomatisch zu streiten). Toll!!!
Überwachungsstaat Foto: (c) Annette BlumWörtliches: (Annette Blum) Disziplinarrechtlich aufgefallen? Kein Problem!
Zurück in Afghanistans „Bürgerkrieg“ spielt das Image der ausländischen (deutschen, amerikanischen...) Polizeiausbilder keine Rolle. Also ran an den Speck, Ihr Lumpen!
Spiegel Prämienabo Tom Tailor - Ihr Onlineshop für sportliche, unkomplizierte Mode mit ausgewogenem Preis-Leistungsverhältnis (Anzeigen)
Google-Satire Collage: (c) Annette Blum
Google tötet dich! (von MartyQbus) Ich bin ein Opfer des Informationszeitalters. Man hat mir immer gesagt, wenn du an Information kommst, dann sauge sie auf, nimm alles, was du kriegen kannst, wer weiß, wann du es wieder brauchst!  Die Ausbildung zum Journalisten hätte ich an der Journalistenschule machen können. Da ich aber bedingungsloser Autodidakt bin, habe ich lieber Lexika auswendig gelernt. Heute gibt es Google. Aber Google hat mich geschafft! Lerne mal Google auswendig! Ich bin den ganzen Tag am Suchen. Ein Link führt zum nächsten. Meine Zeit ist mit der Google-Recherche völlig ausgefüllt. Ich hab mir jetzt eine Uhr gebaut, die 26-Stunden-Tage anzeigt. Das ist ganz einfach, entweder schreibst du einfach auf ein analoges Zifferblatt 13 Stunden auf oder du lässt die Digitaluhr einfach erst bei 27 wieder auf Null springen. Aber die Synchronisierung mit der von Google an gelinkten Systemzeit ist die Hölle! Gib einfach mal "Atomuhr" ein, du weißt schon, oben im Suchfenster! Die Systemzeit, nach der sich wohl alle unsere Mitmenschen richten, obwohl sie eigentlich total willkürlich ist, die bringt dich in den Wahnsinn. Google schiebt ständig neue  Zeiten und Ergebnisse nach. Das alles zu recherchieren hat mich schon viele Nächte gekostet. OK, wir haben uns alle mit der Zeit arrangiert, niemand kann sagen, wer die Stunde NULL festgelegt hat. Übrigens spricht das Ergebnis "mit der Zeit arrangiert" eine andere Sprache in der Suchmaschine. Sonst lassen wir uns doch auch nicht alles vorschreiben, regen uns über Genfood und Massentierhaltung auf,  gehen lieber in den Bioladen, wollen doch alles natürlich haben, doch Google übersetzt gnadenlos "natrlich alles  haben!". In einem Satz: Wie kommen wir vom Hölzchen zum Stöckchen? Wir verlieren uns in einer endlosen Suche mit Links, die ins Nirgendwo führen.Auch ich verliere mich. "Ich will alles wissen, restlos", sagte mein Klassenlehrer einmal, als wir wieder die    Hauptsicherung der Schule außer Kraft gesetzt hatten, weil wir unsere eigenen Experimente im  Physiksaal machten. - Ich hab schon damals nichts gesagt, vielleicht sag ich jetzt auch nichts mehr. Warum auch, ich muss was in Google suchen!